Mediation in Hamburg Bergstedt - Gütestelle für Hessen

Sie werden eine Vielzahl unterschiedlicher Definitionen finden, die aber im Kern eines gemeinsam haben.
„ Mediation ist eine Möglichkeit zur Beilegung von Konflikten“

Diese Definition ist dabei aber sehr ungenau.
 Zum einen unterscheidet man zwischen einer Schlichtung in gerichtsnaher oder gerichtsinterner Umgebung,  wobei hier ein Richter zum  Güterichter berufen wird und den Konfliktparteien die Möglichkeit bietet, deren Anliegen und Belange vorzutragen. Dieser Güterichter kann dabei auch die Methoden der Mediation einsetzen und wird am Ende ein Güteurteil treffen – also ein Urteil welches  die Konfliktparteien dann akzeptieren dürfen.
 
 Der andere Weg ist die außergerichtliche Mediation. Diese Form wird durch die Konfliktparteien  eigenverantwortlich gewählt und auch den  Mediator wählen die Konfliktparteien selbst aus. Dieser Mediator hat dann die Aufgabe „allparteilich“ den Konfliktparteien den Raum zu bereiten deren Anliegen und Belange zu bearbeiten und die Konfliktparteien zu einer gemeinsamen Lösung zu führen und nicht nur zu einem Kompromiss. Durch die Bearbeitung der Konfliktthemen wird in einem strukturierten Verfahren herausgearbeitet, wie ein Themenbereich zu bewerten ist und welche Lösung für das Thema in Frage kommt. Es wird durch die Konfliktparteien bestimmt, worauf es in der individuellen Situation ankommt.

Die Mediation hat sich in der Vergangenheit in vielen Lebensbereichen als geeignetes Mittel zur Konfliktbeilegung erwiesen. Dieser Entwicklung hat auch der Gesetzgeber in Deutschland Rechnung getragen und im Juli 2012 ein Gesetz zur Regelung der Mediation verabschiedet und die Einbindung der Mediation in die gerichtlichen Verfahrensordnungen durchgesetzt.

Mediation beruht auf dem Prinzip der Freiwilligkeit.

Durch das jetzt verabschiedete Mediationsgesetz besteht auch auf Länderebene eine verbindliche Klarheit und Einigkeit über den Wert und die Stellung der außergerichtlichen Mediation.
Das Ergebnis eines außergerichtlichen Mediationsverfahrens, welches eine Vereinbarung von Streitparteien auf der höchsten Ebene der Übereinstimmung unterschiedlicher Positionen darstellt wird deutlich gestärkt. Nach einer Mediation fühlt sich keiner als Verlierer, beide Parteien sind Gewinner!

Weitere, sehr wichtige Aspekte sind die Kosten und die Dauer der Auseinandersetzung.
Es ist heute schon Praxis an den Familiengerichten, die schon einige Jahre Erfahrungen mit der Mediation sammeln konnten, vor einer gerichtlichen Entscheidung zu klären, ob eine Mediation bereits durchgeführt wurde oder dies den Parteien noch vorzuschlagen ist.
Dies hilft langwierige und kostenintensive Prozesse zu vermeiden und auch die Gerichte zu entlasten.